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Mit einer neuen Vision vor Augen

Weg-Gefährten

Ich kann mich gut erinnern: In einem Tal stand unsere Hütte – auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite waren hohe Berge aufgebaut, so dass es die Sonne schwer hatte, uns zu wärmen. Nach einigen Tagen packte mich die Sehnsucht, einmal auf einem solchen Berg zu sein. Sollte ich es wirklich anpacken – in einer Gegend, wo es keine Karte, keine Wanderwege, keine Zivilisation gibt?
Am Ende habe ich mich doch auf die Sohlen gemacht – aber nur, weil da einer war, der mir Mut gemacht hat. Er hatte mehr Erfahrungen mit solch abenteuerlichem Kraxeln, vielleicht auch einen Tick mehr Kühnheit – und so haben wir unsere Familien zurückgelassen und sind zusammen – genau genommen ich mit ihm – in die Berge gestiegen. Die ersten Probleme ließen nicht lange auf sich warten, denn irgendwelche Pfade waren plötzlich zu Ende – mir war nach Umkehren zumute. Schneefelder kreuzten unseren Weg zum Gipfel – wie gut, dass mein Kumpel mir Mut machte, auch noch über diese hinwegzugleiten.
Als am Abend der Kamin loderte, waren wir fix und fertig; unsere nassen Sachen im Raum aufgespannt – und ein wenig stolz, dass wir es gewagt hatten. Aber ehrlich: Ohne Tilo hätte ich das echt nicht geschafft. Ich wäre gar nicht erst losgegangen – oder dann sehr schnell wieder umgekehrt. Seine Hoffnung, dass das eine Wanderung ist, die sich lohnt, hat mich angesteckt, mitgezogen, über meine Schatten springen lassen.

Auch unser Weg als Christen ist manchmal krautig, neblig und herausfordernd. Da brauchen wir Worte der Hoffnung. Da brauchen wir Menschen, die uns diese Worte sagen – nicht nur sagen, sondern die so zuversichtlich leben (wie Tilo), dass wir mit ihrer Hoffnung mitgehen können. Persönlichkeiten, die uns Hoffnung machen, weil sie Hoffnung leben. Manchmal denkt man als Christ: ‚Ich schaffe es einfach nicht, so zu leben, dass es Gott gefällt. Immer wieder tappe ich in meine selbe Falle.‘ Wie gut, wenn es dann Christenleute gibt, denen ich ansehen und anmerken kann: Doch, mit Christus überwinden wir. Paulus war so einer, denn er schrieb:

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ (Röm15,13)

Zweitens erlebe ich auch heute immer wieder Menschen, an deren Hoffnung ich mich orientieren kann. Für solche Orientierung gibt es ein christliches Fachwort – das heißt „Jüngerschaft“. Ich als Jünger folge jemandem, der Hoffnung ausstrahlt, damit ich Gottes Ziele mit mir erreichen kann. Und drittens geht der Ruf an mich selbst, für andere Menschen jemand zu sein, den ich mit meiner Hoffnung mitnehmen kann.
Die Vision unserer Gemeinde ist, dass wir solch ansteckende Hoffnung leben. Das geht aber, wie Paulus schreibt, nur durch die Kraft Gottes. Wenn wir selbst seine Liebe erleben, dann tanken wir selbst Hoffnung – und das hilft anderen Menschen, bei Jesus anzukommen; loszulassen, was Hoffnung erstickt und neue Hoffnung aufzutanken.

Am Ende waren wir beiden jungen Männer ein wenig stolz, den Gipfel erreicht zu haben. Tilos Hoffnung hat mein Leben ein Stück reicher gemacht: An einer Bergerfahrung – und an Einsicht, dass wir Menschen einander Hoffnung weitergeben können.


Herzliche Einladung zum Bezirksgottesdienst mit Taufe am 2.4.2017


Regionaler Frauentag der Region Sieg-Dill-Lahn im Juni 2017

Am 10. Juni 2017 findet in Donsbach der Regionale Frauentag für die Region Sieg-Dill-Lahn statt. Alle Frauen sind dazu herzlich eingeladen! Thematisch steht ein wichtiges Anliegen christlichen Glaubens im Fokus: Freiheit. Wo erleben wir uns als frei? Wo vielleicht auch nicht? Wie spricht die Bibel von Freiheit? Auch für das leibliche Wohl wird in Form von Kaffee und Pizza gesorgt.