Bibellese „Dafür ist Jesus doch gestorben“

HIER geht es zur Einführung in unsere Bibellese – und das ist der heutige Text zum Mitnehmen in den Tag, zum Lesen einiger Verse drumherum – als persönliche Botschaft Gottes für heute. Ganz unten können Sie auch Ihre Gedanken zum Bibeltext oder den Statements eintragen:

 „Um eins möchten wir euch noch bitten, liebe Brüder und Schwestern. Wir haben euch bereits gelehrt, wie ihr leben sollt, damit Gott Freude an euch hat. Wir wissen auch, dass ihr euch danach richtet. Doch nun bitten wir euch eindringlich im Namen unseres Herrn Jesus: Gebt euch mit dem Erreichten nicht zufrieden, sondern macht noch mehr Fortschritte!“ 1. Thess. 4, 1 (Hfa)

„Ihr seid schon gut. Aber ruht euch darauf nicht aus – werdet noch besser!“ So könnte ein Trainer zu seinen Sportlern sprechen, ein Lehrer zu seinen Schülern, um ihren Ehrgeiz anzustacheln. Und um noch besser zu werden, trainieren die Sportler noch härter, lernen die Schüler noch intensiver und ausdauernder. Nun sind wir mit dieser Bibelstelle allerdings weder auf dem Sportplatz noch in der Schule, sondern mitten drin im Leben mit Gott.

Der Schreiber ist der Apostel Paulus und Empfänger seines Briefes sind die Christen in Thessalonich. Paulus freut sich darüber, dass sie schon viel von diesem neuen Lebensstil in Christus verstanden haben. Einem Lebensstil, an dem Gott Freude hat. Es gibt aber durchaus noch einige kritische Punkte, die Paulus nicht verschweigt. Wie ein kluger Pädagoge, der erst hervorhebt, was schon ganz gut klappt, und erst dann darauf zu sprechen kommt, wo es noch besser werden sollte. Oder: besser werden kann. „Ihr könnt das! Ihr schafft das!“ sagt er – und signalisiert damit sein Zutrauen in das vorhandene Potential.

„Seine Passion für meine Rettung“ – so der rote Faden durch die Tage der Passionszeit. Im Blick auf die Christen in Thessalonich gefragt: Sind sie nicht schon gerettet, haben sie nicht schon das Wichtigste von Jesus begriffen? Ja, das stimmt, sie haben sich entschieden und sich auf den Weg mit Jesus gemacht. Aber der Weg ist lang und erst nach und nach entwickelt sich der neue jesus-gemäße Lebensstil. Man kann – ganz banal ausgedrückt – immer noch was Neues lernen, man kann immer noch besser werden, konkret: immer noch jesus-ähnlicher; ja, immer vollkommener, wie es Luther übersetzt hat. Das heißt also ganz praktisch: Wach bleiben, beweglich und offen für Veränderung bleiben, nahe an Jesus dran bleiben. An Jesus, der durch seine Passion, sein Leiden und Sterben, bereits die grundlegende Rettung und Versöhnung mit Gott geschaffen hat. Und der als Begleiter auf dem Lebensweg immer wieder neu rettet – in den Situationen, wo wir stolpern und im Blick auf Gottes Gebote aus dem Tritt kommen.

Ingrid Heinzelmaier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.