Bibellese „Dafür ist Jesus doch gestorben“

HIER geht es zur Einführung in unsere Bibellese – und das ist der heutige Text zum Mitnehmen in den Tag, zum Lesen einiger Verse drumherum – als persönliche Botschaft Gottes für heute. Ganz unten können Sie auch Ihre Gedanken zum Bibeltext oder den Statements eintragen:

Ich kämpfe, du kämpfst, er / sie / es kämpft.

Der Herr kämpft für euch, ihr aber könnt ruhig abwarten. (Exodus 14,13-14)

Dieser Vers tröstet mich und fordert mich gleichermaßen heraus – der Herr streitet für mich, er „kämpft meine Kämpfe“, wie es in anderen Übersetzungen heißt. Was heißt das konkret? Vor allem dann, wenn ich in meinem Leben mal wieder an „mehreren Fronten gleichzeitig kämpfe“, wenn ich einen Berg von Dingen erledigen, Unstimmigkeiten schlichten und vielleicht sogar noch den ein oder anderen Glaubens- und Gebetskampf durchstehen muss? Wie soll ich da einfach nur still sein und „ruhig abwarten“ können?

Als ich neulich wieder einmal über diesen Vers nachdachte, sprang mich eine Liedzeile von Elevation Worship an: „I can fight with my hands held high“ (zu Deutsch: „Ich kann mit erhobenen Händen kämpfen“). Mit erhobenen Händen, die im Kampf ein Zeichen der Kapitulation sind, und die für uns Christen gleichermaßen ein Zeichen der Anbetung. Und wahrscheinlich liegt genau hierin das Geheimnis: Wenn ich mitten in meinen Kämpfen vor Gott kapituliere, dann ist das pure Anbetung.

Plötzlich begriff ich, dass es bei diesem Kampf tatsächlich in erster Linie um meine (innere) Haltung geht. Natürlich erledigt Gott nicht alle großen und kleinen Kämpfe alleine, während ich rumsitze und Däumchen drehe, aber er lädt mich dazu ein, mir immer wieder bewusst zu machen: Im Letzten ist es nicht mein Kampf, sondern sein Kampf. Mehr noch: ein Kampf, den er längst gewonnen hat! Deshalb bin ich als Kind Gottes auch nicht dazu verdammt, immer wieder in die Arena zu treten und gegen dieselben längst besiegten Gegner anzukämpfen. Vielmehr darf ich in mir ein „Christusbewusstsein“ kultivieren, das mich in jedem einzelnen Kampf daran erinnert: Mit Gott an meiner Seite stehe ich immer auf der Siegerseite. Und in seiner siegreichen Überwinderkraft kann ich selbst die Dinge angehen, die mir noch unbezwingbar vorkommen. Diese Gewissheit löst nicht alle meine Probleme, aber sie schenkt mit mitten in meinen Alltagskämpfen tatsächlich ein stilles, abwartendes Vertrauen in meinen großen Gott.

Désirée Wiktorski

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