Perspektivwechsel – nicht ganz einfach

Die heutige ökumenische Bibellese aus 1.Petrus 2  nach der NeÜ:

18 Ihr Sklaven in den Häusern! Gehorcht euren Dienstherren mit aller Ehrerbietung, und zwar nicht nur den guten und gerechten, sondern auch den launischen!
19 Es ist nämlich eine Gnade Gottes, wenn jemand Kränkungen ertragen kann und unschuldig leidet, weil er in seinem Gewissen an Gott gebunden ist.
20 Denn was wäre das für ein Ruhm, wenn ihr wegen einer Verfehlung Misshandlungen ertragt? Wenn ihr aber Gutes tut und dafür leiden müsst, dann ist das eine Gnade von Gott, 21 denn genau dazu seid ihr berufen worden.

Auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Fußspuren folgt. 22 Er hat keine Sünde begangen, und kein unwahres Wort ist je über seine Lippen gekommen. 23 Er wurde beleidigt und schimpfte nicht zurück, er litt und drohte nicht mit Vergeltung, sondern überließ seine Sache dem, der gerecht richtet.
24 Mit seinem Körper hat er unsere Sünden auf das Holz hinaufgetragen.

Das tat er, damit wir – für die Sünden gestorben – nun so leben, wie es vor Gott recht ist. Durch seine Striemen seid ihr heil geworden. 25 Denn ihr wart wie Schafe, die sich verlaufen haben. Jetzt aber seid ihr zu eurem Hirten, dem Hüter eurer Seelen, zurückgekehrt.

Perspektivwechsel
Wenn heute eine Predigt (vielleicht zum morgigen Tag der Arbeit) mit diesen Zeilen beginnen würde: „Ihr Arbeitnehmer, die Ihr ungerecht behandelt werdet …“ – dann würde sie bestimmt entweder zum Kampf um Gerechtigkeit aufrufen oder Hilfestellung für die Seele geben, mit der Situation zurechtzukommen.
Beide Varianten würden je den Menschen in den Mittelpunkt stellen. – Petrus indes stellt Christus in den Mittelpunkt und sieht die Sachlage von Seinem Wesen her. 
Diese Art, mit Problemen umzugehen, kann auch für uns eine gute Vorlage in allen Lebensbezügen sein.

Nehmen wir einmal die aktuelle Situation als Beispiel: Wenn es nun zu Corona-Lockerungen unter uns kommt, dann wird jeder seine eigene menschliche Sicht der Dinge, seine Befindlichkeiten, Vorsichtsmaßnahmen und Befürchtungen haben. Was aber passiert, wenn ich umschwenke und die Perspektive hin zu Christus richte? – Dann hilft mir das, zu vertrauen, dass Er gerne in unserer Mitte ist, sich an unserer Gemeinschaft freut und die Hand über meinem Leben hält. Und dieser Blick zu Ihm – der eint uns dann aus unseren 1000 Ansichten heraus, was jetzt wie am besten zu handlen ist und schenkt uns Freude an Ihm und der Gemeinschaft.

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