Was hören wir?

Da trat er selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Lukas 24:36ff

Was ist das für eine wunderbare Fortsetzung unserer kleinen Bildgeschichte auf unserem Gemeindebrief? – Beim vorigen Brief war ein Foto unseres Erzähltisches in der Kapelle Braunfels zu sehen, wo Jesus schmerzhaft das Kreuz trug. Nun aber in der Fortsetzung ist das Grab offen und Jesus ist auferstanden! Vorbei mit dem Schmerz, vorbei mit allem Hinfallen, vorbei mit dem Spuk von Angst, Leiden – und Tod.

Das wünschen wir uns bestimmt derzeit auch alle: Dass es bald VORBEI sein möge mit der Pandemie. – Dieses Ostergeschehen macht uns Hoffnung, dass eines Tages nicht nur solche bedrohlichen Plagen vorbei sein werden, sondern dass Gottes neue Welt anbricht – dass Gott „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ schafft – und eine neue Welt „aufersteht“. Dafür ist Jesus der Vorbote und zeigt, wie es bei Gott gehen kann und wird.

Unser Bibeltext oben trägt noch einen wichtigen Gedanken zum Ostergeschehen bei: Jesus zeigt seine Wunden; und damit zeigt er deutlich: Ich bin derselbe, der diese Erde durchlaufen hat und vieles hier durchmachen musste. Ich war nicht nur damals ein „Geistwesen“, das keine Schmerzen gespürt hat und bin es auch jetzt nicht.-  Nein, Jesus macht damit deutlich: Ich bin bodenständig bei Euch gewesen und habe dieselben Gerichte durchlebt, die die Menschen auf dieser Erde erleben müssen.

Und derselbe Auferstandene durchlebt nun mit uns diese Corona-Zeit, die auf absehbare Zeit einiges Schwere mit sich bringen wird. Da er als Lebendiger auch mit uns auch kommunizieren möchte, hat er vielleicht an uns dieselbe Bitte wie damals an seiner Hörer: Jesus rief die Menge hinzu und sagte: „Hört zu und versteht“ (Mt 15,10)! Wer „mithören“ möchte, was Gott uns auch durch die derzeitige Krise sagen möchte und mit anderen teilen möchte, was er/sie in dieser Frage empfindet, kann unten seine Gedanken mit anderen teilen (oder einfach anrufen, dann trage ich es mit in diesen Gedankenaustausch ein)! Vielleicht ist es dann so, als ob ein Stein von unserem geistlichen Ohr durch das gemeinschaftliche Hören weggerollt wird – und dass wir den Gruß „Friede sei mit euch“ ganz neu hören können. Die Dimension des Auferstandenen in unserer Welt des Endlichen.

Pastor Steffen Klug

-mit Dank an alle Frauen, die den „Erzähltisch“ aufgebaut haben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.